Über uns

Wer wir sind
Das Kombionat banana boX e. V. ist ein 2018 im niedersächsischen »Wendland« gegründeter gemeinnütziger Verein, der aus »Grassroots-Perspektiven« einen nachhaltigen Beitrag zu Bildung, Gesundheit, Empowerment, Umweltschutz, Vernetzung und »Afrikanischer Souveränität« leistet.
Wir setzen uns ganz konkret für verschiedene Projekte von Menschen in den Gemeinden Tendouck und Thionck- Essyl (Postkolonie Senegal, Region Basse Casamance) ein und haben uns mit ihnen solidarisiert.
Dazu wurden mit Assoziationen aus Tendouck und Thionck-Essyl »Kooperationsvereinbarungen« geschlossen, welche unterschiedliche Gruppen und alle mitwirkenden Menschen in absolut gleichberechtigten Komitees vereinigen.
Eine Positionierung – wir hinter der Grenze!
Eine menschengemachte globale Wirklichkeit ist der Neokolonialismus. Er schließt unsere Freund*innen und Partner*innen aus dem Senegal durch eine Vielzahl strukturell verwurzelter Fehlentwicklungen von einer real existierenden internationalen Gleichberechtigung aus. Das alte Kolonialverhältnis wird noch immer auf eine andere Weise fortgesetzt.
Wir Aktivist*innen vom Kombionat banana boX e. V. sind uns unserer europäischen Privilegien bewusst und möchten uns bei der praktischen Umsetzung der Projekte in der Region Basse Casamance, im Kernbereich Afrikanischer Authentizität, daher primär mit »antikolonialen Gruppen oder Netzwerken« verbinden. Das erscheint uns aus einer Vielzahl machtkritischer Perspektiven relevant!
Wir hören zuerst auf die subsaharischen Stimmen, die viel zu lange ungehört blieben, wir respektieren ihr Rufen nach Befreiung von in Befehlstönen formulierten »Überdeterminierungen« von außen, wir erkennen die Afrikanische Expertise, achten die Sehnsucht nach Rückkehr zu überlieferten Lebensformen, sehen eine Afrikanische Zukunft, die viel Erfindungsreichtum erfordert und am Ende doch erfolgreich sein wird. Wir wollen in keinem Fall der aufstrebenden »renaissance africaine« entgegen wirken.
Wir sind optimistisch, denn das derzeit noch bestehende globale Chaos ist nur die Zeit vor dem Aufbau einer besseren Zukunft!
IT’S THE
NEO-COLONIALISM,
STUPID!
Kapitalistische Wirtschaftssysteme, die auf der einen Seite nicht nur ein Übermaß an Vermögen, Mehrwert und materiellem Überschuss anhäufen, sondern auf der anderen Seite mit Blick auf die Nachfrage nach Arbeiter*innen fortwährend »Überschussbevölkerungen« hervorbringen, sind die Hauptursache für die anhaltende(n) Armutskatastrophe(n) im »Globalen Süden«.
Kapitalistische Gesellschaften sind demnach in zweifacher Hinsicht »surplus societies«, in denen die Aufhäufung von stofflichem und wertförmigen Reichtum mit der Freisetzung und Verelendung von als »überschüssig« erachteten Bevölkerungsteilen korrespondiert. Auf diese zweifache Bedeutung des »Surplus« im Kapitalismus sollten wir viel öfter achten, insbesondere dann, wenn wir aus unserer okzidentalen Perspektive über die Zukunft des Planeten sprechen.
Der Philosoph und Wirtschaftstheoretiker Marx beschrieb dieses Phänomen als »allgemeines Gesetz der kapitalistischen Akkumulation«.
Wie auch immer.
Im Senegal vernetzten wir uns mit genau den Menschen, die nur aus der verengten Logik des Kapitals als »überflüssig« erscheinen, aber aus gesellschaftlicher Sicht zentrale Funktionen einnehmen und für die soziale Reproduktion ihrer Gemeinschaften eine unverzichtbare Bedeutung haben!
Wenn Du mehr über unser Engagement im Senegal erfahren möchtest, dann schau unter »Projekte«.
