Krankenhaus

Projekt »Krankenhaus«

Die (Post)Konfliktregion Basse Casamance ist geprägt von großer Armut und einer daraus resultierenden hohen Perspektivlosigkeit und Krankheitsrate.
Eine gesellschaftliche Mittellosigkeit und ein erhöhtes Krankheitsrisiko gehen einander einher. Arme Gesellschaftsmitglieder sterben statistisch früher. Diese brutale, systematisch gegebene »Selektion« von Menschen betrachten wir als einen absolut verachtenswerten Zustand.

Aufgrund fehlender finanzieller Mittel vernachlässigen auch viele Bewohner*innen der Region um Tendouck nicht sofort lebensbedrohliche Erkrankungen und geben so oft schwereren, folgenden Infektionserkrankungen Vorschub. Teure Untersuchungen oder Verlegungen in andere, möglicherweise besser ausgerüstete Krankenstationen oder Hospitale, können sich viele Menschen oft überhaupt nicht leisten. Umso wichtiger ist eine gute medizinische Versorgung in erreichbarer Distanz.
Kleine, entlegene Dörfer sind insbesondere in der Regenzeit durch überschwemmte oder verschlammte Schotterpisten von ihrer Umgebung abgekoppelt. Ein notwendiger Arztbesuch wird dann in der glühenden Hitze zu einer Strapaze, die, wenn sie erst im allerletzten Moment des gesundheitlichen Notfalls der Patient*innen beginnt, für eben jene viel zu oft zur lebensbedrohlichen Herausforderung wird.
Zu weite Entfernungen sind daher sehr oft eine Todesursache für Hilfe suchende Patient*innen im weiten ländlichen Raum der Basse Casamance.

Die Krankenstation in Tendouck

Durch das Engagement der Association Honnoro und mit Unterstützung der senegalesischen Regierung, wurde im Jahr 2006 der Neubau des Tendoucker »Krankenhauses« mit seiner Entbindungsstation eröffnet. So erlebten die Menschen damals endlich eine wesentliche Verbesserung der, durch den Casamance-Konflikt mit verursachten, katastrophalen medizinischen Versorgungslage.
Das »Krankenhaus« wurde fortan der Dorfgemeinschaft übergeben und diese muss bis heute fast selbstständig für die Versorgung der klinischen Infrastruktur aufkommen.
Von staatlicher Seite gibt es seither, mit nur sehr wenigen Ausnahmen, so gut wie keine finanziellen Mittel für die klinischen Einrichtungen mehr.
Allerdings finanzierte die senegalesische Regierung im vergangenen Jahr (2018) der Tendoucker Krankenstation einen neuen Krankenwagen, der für viele notwendige Krankentransporte bereits unabdingbar geworden ist.
Eine hauptamtliche, von staatlicher Seite mit kleinem Budget ausgestattete Mitarbeiterin, die »Krankenpflegerin« Régina leitet das Gesundheitszentrum. Das vom Staat ausgezahlte Geld ist allerdings nicht ausreichend, weder um die anderen notwendigen Mitarbeiter*innen zu entlohnen, noch um dem mittlerweile substanziellen Verfall der Gebäude samt medizinischer Technik entgegenzuwirken.

Die Lage ist ernst!

Das Tendoucker »Krankenhaus« verfällt und das Team um Régina verteidigt couragiert das »Überleben« der kleinen Klinik und Entbindungsstation. Der Zerfall der klinischen Infrastruktur kann aber ohne Investitionen nicht mehr aufgehalten werden.
Wir müssen den fortlaufenden Niedergang abwenden und haben im März 2019 gemeinsam mit Régina eine Liste von »Mikroprojekten« zusammengestellt, die schrittweise und in einer notwendigen Reihenfolge realisiert werden sollen.

Das Tendoucker Gesundheitszentrum in Zahlen

Die Klinik versorgt ca. 3000 (meist ambulante) Patient*innen pro Jahr. Es gibt in der Krankenstation:

2 Patient*innenzimmer mit jeweils 2 Betten
2 Untersuchungszimmer
1 Besprechungszimmer
1 Wartesaal
2 Duschen und 2 Toiletten
2 Lagerräume
1 Apotheke

In der Tendoucker Entbindungsstation gibt es jährlich ca. 150 Geburten.
Im (separaten) Gebäude befinden sich:

1 Hebammenzimmer
1 Wartesaal
1 Beobachtungszimmer für schwangere Frauen
1 Behandlungszimmer
1 Ruhezimmer für schwangere Frauen
1 »Kreißsaal« (Entbindungszimmer)
2 Duschen und 2 Toiletten

Das Krankenhausgelände umfasst ca. zwei Hektar, im Areal befinden sich neben Kranken- und Entbindungsstation: ein kleines Küchengebäude, ein Waschhaus sowie eine Unterkunft für das Klinikpersonal, der zentrale Brunnen und ein Garten für Gemüse- und Obstanbau.

Den Verfall stoppen, jetzt!

Die (ersten) »Mikroprojekte« für »unsere« Klinik

1.) Eine neue Wasserpumpe – erfolgreich abgeschlossen!
 
Ein großes Problem der Tendoucker Krankenstation stellte zweifelsohne die ausgefallene Wasserversorgung dar. Diese war aufgrund einer defekten Pumpe im zentralen Brunnen komplett zusammengebrochen. Die kleine Klinik und die Entbindungsstation wurden ausschließlich mit Wasser aus Eimern, mühsam vom Personal aus dem Klinikbrunnen geschöpft, versorgt. Wir benötigten eine neue Tauchpumpe, um die Wasserversorgung in den Gebäuden wiederherzustellen.  Spender*innen unterstützten uns mit ausreichend finanziellen Mitteln.
Am 11. September 2019 wurde die neue Tauchpumpe installiert und die Wasserversorgung wieder hergestellt.
 
Unser ganzer Dank geht an zwei Menschen aus Hitzacker und Wien sowie an die vielen
Spender*innen vom 03. August 2019 im »Café Grenzbereiche« in Platenlaase!
 
2.) Ein neuer Medikamentenkühlschrank – Kosten ca. 1000 Euro

Ein Teil der Medikamente in der Klinikapotheke muss kühl gelagert werden. Der betagte Medikamentenkühlschrank funktioniert nicht mehr ausreichend, denn eine Kühlkammer ist ausgefallen. Geht nun die zweite und letzte kaputt, können keine Medikamente mehr gekühlt werden.

Wir würden uns sehr freuen, wenn du die Realisierung unserer Mikroprojekte im Tendoucker »Krankenhaus« mit einer Spende unterstützt:

Bankverbindung

das Kombionat banana boX e.V.
DE 51 2585 0110 0230 4408 85
BIC: NOLADE21UEL
Sparkasse Uelzen Lüchow- Dannenberg

Verwendungszweck: »Krankenhaus Tendouck« plus dein Name und Adresse

Spenden sind steuerlich absetzbar. Ab einem Jahresspendenbeitrag von mindestens 20 Euro erhältst du eine Jahresspendenquittung im Februar des nächsten Jahres. Dafür benötigen wir allerdings deine vollständige Adresse.
Bitte gib diese bei der Überweisung deiner Spende im Verwendungszweck mit an.

X-fach thanX für dein Interesse und deine Hilfe!